Hot Potatoes Programm – Bewertung

Ich habe das Programm schon an der GUC kennen gelernt und sehe darin eine große Bereicherung für den DaF-Unterricht. Es ist sehr benutzerfreundlich – sowohl für den Ersteller als auch den „Löser“ der Aufgaben. Die Studenten brauchen keine langwierigen Einweisungen, um die Aufgaben zu bearbeiten. Mit den fünf „Kartoffelsorten“ (Mix, Match, Cloze, Cross und Quiz) hat man ein großes Repertoire an Aufgabentypen.

Die Definitionen bei den Kreuzworträtseln lassen nicht nur Umschreibungen, Beispielsätze und das entsprechende Wort in einer anderen Sprache, sondern auch eine bildliche Darstellung des Wortes zu, so dass man hier stark variieren kann.

Bei den Lückentexten können sowohl ganze Wörter als auch Wortteile als Lücken erscheinen, so dass sie auch schön zum  Abtesten von Adjektivendungen benutzt werden können.

Der Typ Mix ist besonders zum Üben von Satzstruktur geeignet, aber auch zum Ordnen von Begriffen wie z.B. nie – selten – oft – meistens – immer.

Match lässt sich für Zuordnungsübungen jeglicher Art benutzen, also z.B. Frage – Antwort, Wort und Gegenteil, Verb – Präposition, Definition – Wort, Bild – Wort, Komposita, Nomen – Verb, aber auch Überschrift – Text etc. 

Mit Quiz kann man schließlich Multiple Choice und True/False-Questions auch zu Lese- und Hörtexten konzipieren.

Das Programm ermöglicht also eine Vielzahl verschiedener Testmethoden, so dass die Studenten die Arbeit mit den Hot Potatoes als abwechslungsreich empfinden. Gerade das Drag & Drop beim Mix und Match ist „haptisch“ eine interessante Übungsform, die einfach mehr Spaß macht als bei entsprechenden ausgedruckten Übungen Pfeile zwischen zusammengehörenden Elementen zu ziehen.

Schön finde ich auch, dass man den Lernern bei falsch angekreuzten Lösungen ein Feedback geben kann, das ihnen erklärt, warum diese Lösung falsch ist, so dass die Aufgaben nicht nur eine Testfunktion haben, sondern zum aktiven Lernen genutzt werden können.

Was ich an dem Programm auch schätze, ist der Masher, mit dem ich Übungen zu einem bestimmten Thema, zu einem Kapitel, zu einem Wortfeld etc. zu einer Lerneinheit zusammenfassen kann und innerhalb der Einheit auch eine sinnvolle Reihenfolge festlegen kann. Gerde wenn man für Studenten unterschiedlicher Sprachniveaus Aufgaben erstellen will, lässt sich so gut Ordnung halten, und die Lerner müssen ihrerseits nicht aus einer willkürlichen Auflistung für sie relevante Aufgaben herauspicken.

Letztlich kann man die Aufgaben eben auch die farbliche Gestaltung ansprechend machen – auch ein Faktor, der sich positiv auf das Sitzfleisch der Lerner auswirkt …

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2 Antworten so far »

  1. 1

    shalaby said,

    Liebe Anja,
    du scheinst dich mit dem Programm ja schon recht gut auszukennen. Hast du es schon mal an der GUC eingesetzt?
    Ich habe damit mal ganz anders gearbeitet und zwar hab ich den Link meinen TN gegeben und hab ihnen gezeigt wie es geht. Danach durften Sie Übungen für die anderen in der Klasse erstellen. Das hat ihnen unheimlich viel Spass gemacht und ich glaube, dabei haben sie noch mehr gelernt als wenn sie nur ganz normal die Aufgaben bearbeiten. Wir haben immer Schwerpunkte festgelegt (Thema, Wortschatz oder Grammatik) dann mussten sie in Gruppen einen geeigneten Text oder Bilder usw. suchen (manche haben einen kleinen Text selber geschrieben) und dazu die Übungen erstellen. Die besten Übungen haben einen Preis bekommen. Das hat dann auch die unmotiviersten etwas motiviert.
    Ich finde die Aufgaben und Übungen sonst immer etwas langweilig. Was meinst du dazu?

    Liebe Grüße
    Dalia

  2. 2

    Gute Idee, die Studenten die Übungen selbst erstellen zu lassen. bei uns ist halt nur immer der Zeitdruck ziemlich groß, so dass man so ewtas kaum im Unterricht realisieren könnte, aber als kleines Projekt oder Hausaufgabe ist das sicher machbar.


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